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Customer Portal myBühler

Information, Identifikation und Integration

E3-Interview

Der Technologiekonzern Bühler setzt auf eine leistungsfähige und zukunftssichere Lösung für sein Kundenportal. In einer ersten Projektphase implementierte das Beratungsunternehmen Sybit dieses Portal innerhalb von weniger als sechs Monaten auf Basis von Hybris Omnichannel Commerce.

Highlights sind die kundenindividuelle Abbildung des Maschinenparks mit passenden Teilen, die Möglichkeit, Wartungsinformationen zu jeder Maschine direkt zu pflegen, sowie die nahtlose SAP-Integration.

Diese erste Phase steht am Anfang einer Vision, an deren Ende Bühler-Maschinen mit dem Portal kommunizieren und ihre Ersatzteile selbstständig bestellen werden.

E-3 sprach mit  Mathias Bösch, Head of Digital Business bei Bühler und Gerd Bart (rechts), Solution Principal E-Business bei Sybit.

Herr Bösch, Sie haben kürzlich mit Sybit das Customer Portal mit dem Namen myBühler aufgesetzt. Welche Möglichkeiten bietet das Portal?

Mathias Bösch: Wir wollten mit dem Projekt für unsere Kunden vor allem drei Dinge erreichen: Information, Identifikation und Integration.

Information beinhaltet die umfangreiche Bereitstellung von Informationen zu den Maschinen unserer Kunden und den gewünschten Teilen.

Daneben spielt die Identifikation der richtigen Teile eine wichtige Rolle, dies erreichen wir einerseits durch die Abbildung sogenannter „As-built“-Strukturen und andererseits durch neuartige 360-Grad-Fotoansichten der Teile.

Und für unsere Kunden spielt natürlich die Integration in ihre bestehenden Beschaffungsprozesse eine zentrale Rolle.

Zusammengefasst bietet myBühler unseren Kunden auf übersichtliche und effiziente Weise die Möglichkeit, benötigte Ersatzteile für ihre individuell gefertigten Maschinen zu finden und zu bestellen.

Außerdem unterstützt es das Management der Maschinen vom Betrieb bis zur Wartung.

Welche Zielsetzung steht hinter dieser Entscheidung?

Bösch: Im privaten Umfeld ist E-Commerce ein täglicher Begleiter. Dieser Trend ist auch in unserer Industrie immer mehr erkennbar.

Unser Hauptziel war es daher, unseren Kunden einen Service zu bieten, den sie aus dem privaten Alltag bereits kennen, und dadurch auch für zukünftige digitale Services gerüstet zu sein.

Der Unterschied zwischen unserem Shop und einem klassischen B2C-Shop ist dennoch gewaltig, da wir auf dem im SAP gepflegten Maschinenpark des Kunden aufbauen.

Dadurch können wir unseren Kunden aber einen optimalen Service zu ihren Maschinen bieten.

Lagerhalle

Sie haben sich für die Umsetzung des Portals auf Basis von Hybris entschieden. Warum?

Bösch: Hybris ist einer der Marktführer im E-Commerce-Bereich und durch die Übernahme von SAP ergaben sich für uns strategische Vorteile.

Auch wenn die Integration in SAP noch Potenzial hat, sehen wir viele Möglichkeiten für die Zukunft.

Zusätzlich bietet Hybris ein breites Produktportfolio mit sehr guter Basisfunktionalität und der notwendigen Flexibilität.

Wie profitieren Ihre Kunden davon?

Bösch: Der direkte und unkomplizierte Zugang zu Informationen über Maschinen, Teile und den Status von Offerten und Bestellungen ist ein Aspekt, den unsere Kunden sehr schätzen.

Wir haben es geschafft, die Bestellabwicklung für die Kunden erheblich zu vereinfachen und transparenter zu machen.

Und weiter ist die einfache Identifikation der richtigen Teile sicher ein Schlüssel zum Erfolg.

Falls das nicht möglich ist, bieten wir durch den Find-a-Part-Service enorme Vorteile: Der Kunde kann ein Bild des gesuchten Ersatzteils in das Portal hochladen und wir finden es dann für ihn.

Das Projekt ist fest im Unternehmen verankert und bis zum Vorstande bekannt. Wie wirkt sich dies auf das Projekt aus?

Bösch: Die Idee war schon länger im Unternehmen und es gab auch bereits diverse Initiativen. Umso mehr freut es uns, dass wir das Thema endlich in Angriff nehmen und zum Erfolg führen konnten.

Die genannte Management Attention bringt einerseits natürlich kürzere Entscheidungswege und sorgt für einen großen Schub innerhalb des Projektteams und der Organisation.

Aber andererseits steigen natürlich auch Druck und Erwartungshaltung.

Matthias-Boesch-und-Gerd-Bart

Herr Bart, die Umsetzung des Customer Portal erfolgte in Summe in etwa sechs Monaten. Was war dabei die Herausforderung für das Sybit-Team?

Gerd Bart: Das war schon eine sportliche Vorgabe: vom Projektstart im April bis zum Go-Live im September, aber es hat uns als Team enorm zusammengeschweißt.

Wir sind so vorgegangen, dass wir alle zwei Wochen Ergebnisse geliefert haben, das hat die Durchführung ziemlich angekurbelt.

Dazu kam die gute Zusammenarbeit mit dem Team der Bühler AG. Das waren mehr als 30 Mitarbeiter, die uns hervorragend unterstützt haben.

Was sind aus Ihrer Sicht die Highlights des Portals?

Bart: Mich begeistern vor allem zwei Dinge: Das eine ist die enorme Datenmenge im Hintergrund, mit deren unterschiedlicher Darstellung das System mit großer Leichtigkeit jongliert.

Das andere ist der Weg des Kunden durch das Portal: Von seiner individuell gefertigten Maschine ausgehend, sieht er zunächst alle Ersatzteile, kann sich die zugehörenden Dokumente aufrufen, kann Verschleißteile bestellen, sich die Preise anzeigen und über den Find-a-Part-Service helfen lassen.

Aus meiner Sicht ist dieses Portal perfekt auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten.

Das Sybit-Team arbeitete dabei nach der agilen Projektmethodik. Hat diese Methode das Projekt angekurbelt?

Bart: Ja, definitiv. Die zweiwöchentlichen Sprints, also die Vorgabe, alle zwei Wochen Ergebnisse liefern zu müssen, stammen aus der agilen Projektmethodik.

Das hat das Projekt beschleunigt und dafür gesorgt, dass wir die Zielvorgabe erfüllen konnten.

Was sind nun nach dem Go-Live die nächsten Schritte?

Bart: Kurzfristig wird die Anbindung von digitalen Ersatzteilkatalogen und Schnittstellen zu ERP-Systemen der Kunden neben kleineren Funktionserweiterungen eine wichtige Rolle spielen.

In der Vision von Bühler wird das Kundenportal aber weiter ausgebaut und um einige zusätzliche Funktionen und Prozesse ergänzt.

Themen wie E-Learning, E-Monitoring und E-Maintenance werden uns sicher noch beschäftigen.

Wo werden die künftigen Schwerpunkte bzw. Herausforderungen liegen?

Bart: Wir legen den Schwerpunkt ganz klar auf die weitere Automatisierung der Prozesse.

Eine Herausforderung, auf die ich mich persönlich sehr freue, wird es sein, den Weg der digitalen Daten von den Maschinen zum Portal zu realisieren.

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